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Die Geschichte der Firma KELLER

Im Jahre 1894 erfand der Laggenbecker Maschinist Carl Keller (1847-1932) den Absetzwagen. Dieses eher unscheinbar wirkende Gerät war der Beginn der Automatisierung in der Ziegelindustrie. Die Erkenntnis Kellers, dass sein Absetzwagen ohne ein funktionierendes Trocknersystem keine Chance hat, war der Antrieb zu weiteren bahnbrechenden Entwicklungen.


Carl Keller fand zunächst ein Osnabrücker Unternehmen als Partner, das seinen Absetzwagen patentierte und von ihm die Erlaubnis erhielt, diesen 10 Jahre lang zu bauen und zu vermarkten. Allerdings war er mit der Qualität der gebauten Absetzwagen nicht zufrieden und richtete sich in Laggenbeck eine eigene Reparaturwerkstatt ein, in der er diese nachbesserte. Nach Ablauf der Patentnutzung übernahm er 1904 die Fertigung am Standort Laggenbeck. Wenige Jahre später war die Produktpalette schon um Dreh- und Hubgerüste, Schiebebühnen und Elevatoren erweitert worden. 1910 wurde der erste Vollautomat vom Typ „Hörstel", eine Kombination aus Abschneider, Rähmchentransport und Elevator, entwickelt. Dieses war der Durchbruch zur Mechanisierung.

Carl Keller steckte sehr viel Herzblut in die Vermarktung und den Vertrieb seiner Produkte. So reiste er schon vor dem 1. Weltkrieg nach Russland, wo im Anschluss in Astrachan am Kaspischen Meer der erste Vollautomat aufgestellt wurde.

Im Rahmen von Reparationsleistungen, die das Deutsche Reich nach dem 1. Weltkrieg zu leisten hatte, lieferte KELLER Maschinen nach Nordfrankreich und Belgien. Auch nach Uruguay und Argentinien wurden erste Maschinen verkauft.

Nach den schweren Jahren der Weltwirtschaftskrise zu Beginn der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts nahmen die Geschäfte fortan wieder Fahrt auf. KELLER fand seine alten In- und Auslandsmärkte wieder und fand zudem vermehrt Zugang zu den unterentwickelten südosteuropäischen Staaten.

Während des 2. Weltkriegs wurde KELLER Rüstungsbetrieb. Russische Kriegsgefangene wurden dem Unternehmen zugewiesen, die eigene Stammbelegschaft war größtenteils zum Militär eingezogen worden. Ein Viertel von ihnen fiel im Krieg.

Nach dem Wiederaufbau startete das Unternehmen KELLER voll durch und wurde zum weltweit tätigen Maschinen- und Anlagenbauer.

Die 1954 gegründete Schwesterfirma KELLER Spezialtechnik, die Regel­- und Messtechnik für Trockner entwickelte und herstellte, übernahm 1967 die Mehrheit am Pyro-Werk Hannover, das bereits seit 1925 Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung produzierte. 1971 wurde die Verwaltung und Fertigung von Hannover nach Laggenbeck verlegt. 1977 fusionierten KELLER Spezial­technik und Pyro-Werk zunächst zur KELLER Spezialtechnik-Pyrowerk GmbH, 1990 wurde daraus der Geschäftsbereich MSR.

Neben der konsequenten Weiterentwicklung und dem weltweiten Vertrieb von Pyrometern etablierte sich im Geschäftsbereich MSR zudem der Bereich Automatisierung. Kern dieses Bereiches ist die Steuerung von Anlagen in der Schüttgutindustrie wie Getreidemühlen oder Mischfutterwerke.

KELLER ist ein wirtschaftliches, innovatives und weltweit agierendes Unternehmen. Neben der ständigen technologischen Weiterentwicklung genießt die vertrauensvolle Partnerschaft zu unseren Kunden und deren Zufriedenheit bei uns oberste Priorität.

2018 wurde die Gliederung der Unternehmensbereiche neu organisiert. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen diese Bereiche vor.

KELLER ist seit 2006 eine Division der französischen Groupe Legris Industries.