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Bei der Herstellung von Gießereierzeugnissen wird die Temperatur der Metallschmelze vielfach noch händisch mit Tauchsonden gemessen. Zur Messung wird das Messelement der Lanze in die Schmelze eingetaucht. Für jede Messung ist ein neues Element notwendig. Bei Kosten von 1 EUR pro Element entstehen so im Jahr an reinen Verbrauchskosten mehrere tausend Euro. Die Kosten für das Bedienpersonal sind dabei noch nicht mit berücksichtigt.

Mit modernen Infrarot-Thermometern ist das Bedienpersonal heutzutage in der Lage, berührungsfrei aus sicherer Entfernung die Infrarot-Strahlung der Schmelze zu messen und daraus die Temperatur zu ermitteln. Die speziell für die Messung von flüssigen Metallen entwickelten Geräte sind dank einer analytischen Filterfunktion in der Lage, in Sekunden die korrekte Temperatur der sauberen oxid- und schlackefreien Oberfläche zu erfassen. Das Quotientenmessverfahren sorgt für stabile Messwerte selbst bei starker Staub- und Rauchentwicklung. Das rechteckige Messfeld des Pyrometers trägt ebenfalls dazu bei, dass selbst bei schwankendem Gießstrahl eine zuverlässige Messung möglich ist.

Eingesetzt werden die Geräte an der Gießrinne des Hoch- und Kupolofens, beim Umfüllen in den Gießtiegel und insbesondere beim Gießen der Schmelze in die Form. Gerade diese Messstelle ist prozessentscheidend und ermöglicht die Kontrolle und Dokumentation der Einhaltung der zugelassenen Gießtemperatur für jedes produzierte Gießstück.

Da mit Tauchmesslanzen die Temperatur schon weit vor dem Abgießen im Schmelzofen oder Gießtiegel gemessen wird, kann damit nicht der Nachweis der Einhaltung der notwendigen Gießtemperatur erbracht werden. Gerade bei komplexen Bauteilen ist die Ausschussrate doch deutlich über 10%. Dank der pyrometrischen Temperaturmessung kann diese auf weit unter 3% verringert werden. Die daraus resultierenden Kosteneinsparungen belaufen sich abhängig von der Produktionsmenge auf mehrere tausend Euro im Monat.

Am Markt erhältlich sind fest installierte Messsysteme mit der Anbindung an die zentrale Datenerfassung als auch mobile Geräte für die schnelle Kontrolle zwischendurch. Infrarot- Thermometer sind drift- und wartungsfrei und äußerst langlebig. Die Anschaffungskosten zwischen 3.500 und 6.000 Euro amortisieren sich somit bereits in kürzester Zeit.


Presse

Moderne Temperaturmessung spart viele tausend Euro an laufenden Verbrauchskosten