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Präzisionsstanze mit Seitenschnitt

Universeller Schneidapparat für flachextrudierte Produkte im Einsatz

[März 2005] Nach der Revolution in der Antriebstechnik ist nun auch der Einsatzbereich der Stanze erweitert worden.
Für die Firma Gres de la Mancha in Los Yebenes (Spanien), entwickelte die Firma KELLER HCW GmbH eine Stanze mit integriertem Draht-Seitenschnitt. Hierbei dient die Stanze zum Stanzen von Formlingen aus einem und der Draht-Seitenschnitt zum Abschneiden von Formlingen von einem kontinuierlich vortreibenden Tonstrang. Die Funktionsweise der Stanze ist hinlänglich bekannt. Die Integration des Draht-Seitenschnittes galt als neue Herausforderung an die Konstruktionsabteilung, da der Draht bis zu ca. 350 mm breite Formlinge zu schneiden hatte und ein Mitfahren der Seitenschneideinrichtung unabdingbar war. Die zu schneidenden Formlinge sind relativ dünn und neigen zum Durchhängen. Die Lücke von Auflage des Tonstranges bis zum Draht sollte sich nicht verändern.

Die Maschine besteht aus einem geschweißten, spannungsarm geglühten Stahlrahmen mit zwei aufmontierten separat angetriebenen Gurttischen. Zwischen den Gurttischen arbeitet der Draht-Seitenschnitt. Oberhalb des zweiten Gurttisches arbeitet die Stanzeinrichtung. Die Stanzeinrichtung bestehend aus Kopfrahmen mit den an Aluminiumprofilen befestigten Stanzwerkzeugen, als auch dem unter dem Gurttisch befindlichen Stanztisch, ausgeführt als Gegenhalteplatte aus Aluminium. Kopfrahmen und Gegenhalteplatte sind miteinander verbunden. Vor der Stanze ist eine hochauflösende Tonstrangmesseinrichtung montiert, die die Geschwindigkeit des Tonstranges misst und an die Antriebe der Gurttische, der Schneideinrichtungen und an den Schaltschrank weitergibt. Neben den Gurttischen wird auch die Stanzeinrichtung über Kurbel sowie das Schneidwerkzeug für den Seitenschnitt über Zahnriehmen mit Servomotor angetrieben. Die Stanzeinrichtung wird über beidseitig an der Gegenhalteplatte angreifende Kurbelstangen vor und zurück bewegt.

Die beidseitige Anordnung der Kurbelstangen verhindert ein Verkanten der Gegenhalteplatte und sorgt somit für eine gleichmäßige Beanspruchung der Stahllinearführung auf welchen die Stanzeinrichtung gelagert ist. Die Schneideinrichtung für den Seitenschnitt ist am Kopfrahmen des Stanztisches befestigt. Das mit Zahnriemen vorgetriebene Schneidwerkzeug kann, je nach Aufgabenstellung, sowohl beim Vor- als auch beim Rückhub schneiden. Dieses bedingt eine Rafinesse, die hier zum Einsatz kommt. Der Seitenschnitt befindet sich wie zuvor erklärt, zwischen den beiden Gurttischen in einer Lücke, die wegen Gefahr des Durchhängens des Tonstranges konstant sein sollte. Diese Lücke wird während des Schneidprozesses in Tonstrangrichtung vorgefahren. Dies geschieht wie folgt. Die individuell ansteuerbaren Antriebe der Gurttische ziehen den Tonstrang nach dem Schnitt ein wenig auseinander. In dieser gezogenen Lücke im Tonstrang fährt der Schneiddraht, sofern erforderlich, zurück in die Ausgangsstellung. Des weiteren wandert die Lücke mit. Dieses ist dadurch möglich, dass sich die Längen der beiden Gurttische an die jeweilige Position anpassen. In der Stellung, in der der Seitenschnitt beginnt (Ausgangstellung), ist Gurt a kurz und Gurt b lang und in der Stellung, in der der Seitenschnitt in seiner Endstellung oder bereits in seiner Ausgangsposition ist, ist Gurt a lang und Gurt b kurz.

Um beim Seitenschnitt ein Ausfransen der Schneidkante zu vermeiden, arbeitet unmittelbar vor dem Draht eine Vorschneidrolle eine Kerbe in den Tonstrang, um ein Heraufwandern von Tonpartikeln am Draht zu verringern. Dieses ist besonders dann interessant, wenn z. B. Fassadeplatten geschnitten werden.

Die beim Kunden im Einsatz befindliche Stanze ist in der Lage, Platten mit einer Breite von 560 mm und nahezu unendlicher Länge, Riemchen unter Zuhilfenahme von Vorschneidrollensätzen, Formstücke (Sechsecke, Achtecke, ...), Fassadeplatten und Treppenstufen mit nahezu beliebiger Länge zu erstellen.

Diese Stanze mit Seitenschnitt bietet für flachextrudierte Produkte nahezu eine unendliche Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten der Produkte.

Die Stanzmesser erlauben eine Gestaltung von scharfwinkligen, angefasten, abgerundeten oder rustikal gestalteten Kanten. Die Ecken einer Stanzplatte lassen sich spitz, abgewinkelt oder auch abgerundet gestalten. Einem anschließendem Veredeln der Oberfläche sind, ob im nassen, getrockneten oder bereits gebrannten Zustand, nahezu keine Grenzen gesetzt.  



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