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Home » Maschinen + Anlagen » Gesamtanlagen » Patentierte Verfülltechnologie Röben Reetz

Patentierte Verfülltechnologie für den Hightech-Baustoff Thermoziegel


Das Projekt

Die energetischen Anforderungen an ihre Baustoffe hat die Röben Tonbaustoffe GmbH dazu veranlasst, neue Thermoziegel in ihr Programm aufzunehmen. Mit den Thermoziegeln TV 7 bis TV 10 wurde das Programm der hoch wärmedämmenden und mit Mineralwolle gefüllten Hintermauerziegel um Ziegel mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,10 bis minimal 0,07 W/mK ergänzt. Röben reagiert mit dieser Programmerweiterung auf die gestiegene Nachfrage nach innovativen Wandbaustoffen.

Um die notwendige Anlagenlösung an ihrem Standort in Reetz in Brandenburg optimal in die existierende Infrastruktur zu integrieren, wurde mit KELLER HCW ein Hightech-Partner und hoch spezialisierter Anlagenbauer gewonnen, der durch zahlreiche vergleichbare Referenzanlagen technisch wie ökonomisch zu überzeugen wusste. Beide Unternehmen haben bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet. Das letzte gemeinsame Großprojekt war die Entwicklung und Inbetriebnahme der kompletten Anlage des neuen Röben-Werkes in Bannberscheid bei Montabaur in 2009. Bei diesem aktuellen Projekt ist es erneut gelungen, innerhalb eines sehr engen Zeitrahmens eine optimale Anlagenlösung zu realisieren. Hierzu beigetragen haben zweifelslos die umfangreichen Erfahrungen der KELLER Ingenieure in der Verfülltechnologie.

Gefüllte Ziegel als Hightech-Baustoff

Im modernen Wohnungsneubau stehen neben ökonomischen Argumenten, ökologische, gesundheitsrelevante und statische Faktoren sowie der Brand- und Schallschutz im Fokus. Seit der Jahrtausendwende gibt es Ziegel mit integriertem Dämmstoff, doch erst seit den energetischen Anforderungen der EnEV 2009 (Energie-Einsparverordnung 2009) sind sie in Deutschland zum neuen Standard geworden. Dieser Trend setzt sich weltweit fort, immer häufiger werden mit Dämmstoffen gefüllte Ziegel auch im Ausland angeboten.

Mineralwollgefüllte Hintermauerziegel

Als Dämmstoffe können unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen: neben Perlite und Mineralgranulat hat sich die Füllung mit Mineralfasern bewährt. Den natürlichen Baustoff Ziegel mit dem bewährten Dämmstoff Mineralwolle zu füllen, stellt eine intelligente Kombination dar, die jedes weitere zusätzliche Wärmedämmverbundsystem (WDVS) an der Gebäude-Außenwand aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit gefüllter Ziegel entfallen lässt.

Hohe Wärmedämmung

  • Geringe Wärmeleitfähigkeit von 0,08 bis 0,07 W/mK in Spitze
  • Eignung für KfW-Effizienz- und Passivhäuser

Gesundheitliche Faktoren

  • Keine Gefahren durch Schimmel, Algen, Ungeziefer
  • Keine giftigen Zusätze
  • Keine gesundheitsschädlichen Ausdünstungen

Schallschutz

  • Hohe Schallabsorbierung
  • Anforderungen an höchste Lärmpegelbereiche werden erfüllt

Statik

  • Massive Bauweise
  • Langlebig, robust
  • Druckfest/dimensionsstabil, beste statische Werte

Brandschutz

  • Ziegel und Mineralwolle sind nicht brennbar (A1), Schmelzpunkt > 1.000 °C.
  • Keine zusätzlichen Rauchgase im Brandfall

Ökologisch wertvoller Baustoff

  • Entsorgung als reiner Bauschutt möglich; Recyclingfähigkeit
  • Keine künstlichen Dämmstoffe/Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) notwendig

Der Funktionsprozess

Die neue Ziegelverfüllanlage ergänzt die vorhandene Röben-Anlageninfrastruktur als vollautomatische Insellösung. Die palettierte Hintermauerware und die Mineralwollplatten werden der Anlage über ein System von Kettenförderern aus der bestehenden Ziegelproduktion zugeführt. Die Hintermauerziegel werden nach dem Trocknen plangeschliffen. Dies hat u. a. den Vorteil, dass die Dämmstoffe reibungslos verfüllt werden können.

KELLER HCW hat die neue Anlagenlösung so konzipiert, dass sie mit minimalem Platzbedarf auskommt. In einem ersten Schritt werden die Mineralfasermatten auf einer Zuschneidevorrichtung in Stecklinge vorgegebener Größe geschnitten, so dass sie später exakt in die Lochkammern der Ziegel hineinpassen. Die zugeschnittenen Stecklinge werden nun über ein Förderband dem eigentlichen Verfüllprozess zugeführt.

Die Füllanlage

Die Füllanlage besteht aus zwei nebeneinander positionierten Prozessschritten. Die Ziegel werden auf der einen Seite mittels Hochleistungs-Industrieroboter entstapelt, vereinzelt und fomatabhängig gruppiert. Nun werden sie über ein Transportband in die Verfüllstation weitergeleitet. Ein spezieller Stachelgreifer, der an einem zweiten Roboter montiert ist, packt die geschnittenen Mineralfaserstecklinge und befüllt vertikal die Löcher der zugeführten Hintermauerziegel. Das gleichmäßige Füllen der Ziegellöcher ist Garant für die einheitliche Produktqualität und die sehr geringe Wärmeleitfähigkeit.

Patentierte Technologie

Den KELLER-Ingenieuren ist es gelungen, Hochleistungs-Robotertechnik mit konventioneller Technik zu vereinen. Die eigentliche Verfüllstation ist mit einer von KELLER HCW patentierten und mehrfach in der Praxis erprobten Technologie ausgestattet. Diese Technik ermöglicht kürzeste Rüstzeiten bei Formatwechsel, da Synergieeffekte beim Werkzeugwechsel genutzt werden können.

Sogar grobkeramisch zulässige Maßtoleranzen am Ziegel gleicht die Technologie aus und erzielt auch bei porosionsbedingten Oberflächenrauigkeiten sehr gute Verfüllergebnisse. Das System kompensiert weiterhin unterschiedliche Mineralwollplattendicken als auch schwankende Abmessungen innerhalb der eingesetzten Mineralwollcharge.

Anlagenleistung

Die projektierte Durchsatzleistung der Anlage liegt momentan bei 800 Füllziegeln/Stunde. Sollte die Nachfrage nach Thermoziegeln zunehmen, lässt das KELLER Anlagenkonzept eine weitere Leistungssteigerung nachträglich zu. Die fertig gefüllten Ziegel werden abschließend mittels einer Übersetzvorrichtung der Verpackungseinrichtung zugeführt, dort palettiert, verschweißt und der Logistik übergeben.

Fazit: Immer am Ohr der Zeit

Die gelieferte KELLER-Verfülltechnologie, die bei der Firma Röben Tonbaustoffe in Reetz in Betrieb genommen wurde, entspricht dem neuesten Entwicklungsstand bei keramischen Maschinen. Erneut unterstreicht KELLER HCW damit seine Kompetenz im Anlagenbau für die grobkeramische Industrie. Aufgrund der kompakten Bauweise der Anlagenlösung und der Kombination von Roboter- und konventioneller Technik wird auch diese Anlage erneut weltweit als Referenz dienen.

KELLER HCW hat seit Jahren das Potenzial von gefüllten Ziegeln als Hightech-Baustoff erkannt und steuert die dazu notwendige intelligente Anlagentechnik bei. Mit der neuen Ziegelverfüllanlage in Brandenburg unterstützt KELLER HCW die Standortsicherung der Firma Röben und beweist erneut seine Ingenieursleistung und Innovationskraft à la Laggenbeck.




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